07.12.2015

Von Schienanschluß bis Crowdfunding, von Gewerbeflächen bis zum Tourismus

Bild: SPDLogo
SPD-Kreistagsfraktion informierte sich über Aktivitäten der Wirtschaftsförderung
Bereits Tradition haben die regelmäßigen Gespräche der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Berchtesgadener Land (WFG BGL) mit der SPD-Kreistagsfraktion über die Wirtschaftssituation im Landkreis und aktuelle Projekte. Bei einem Treffen im Hotel Rupertus in Freilassing wurden die wichtigen anstehenden Weichenstellungen im Markenbildungsprozess diskutiert und erneut die wichtige Rolle der gewerblichen Wirtschaft im Landkreis besprochen.

In seiner Begrüßung erinnerte der SPD-Fraktionsvorsitzende Hans Metzenleitner an die langen Kämpfe für die Einrichtung einer gemeinsamen Wirtschaftsförderung für den gesamten Landkreis. „Als Sozialdemokraten haben wir uns schon weit vor vielen anderen dafür eingesetzt, dass eine mit ausreichenden Mitteln ausgestattete WFG die heimischen Unternehmen betreut und für neue Investitionen wirbt“, stellte er dar.
Dies sei über die Jahre hinweg immer besser gelungen, machte der Geschäftsführer der WFG Dr. Thomas Birner in einem kurzen Vortrag über die aktuellen Aktivitäten der WFG deutlich. Derzeit liegen seinem Büro 18 Anfragen von interessierten Investoren vor, die allerdings im gewünschten Größenbereich von 3.000 bis 5.000 Quadratmetern aufgrund der knappen Gewerbeflächen nicht immer befriedigend bedient werden können. Fördermittel habe man für viele Einzelbereiche erlangen können und so die heimischen Unternehmen bei Innovationen und Investitionen erfolgreich unterstützt, ergänzte sein Kollege Lars Holstein. Die Aktivitäten reichen von einer Pilotstudie SANSIBAS zu Schienengüter- und Anschlussbahnen in Bayern und Salzburg über Seminare zum Thema Crowdfunding, also der Finanzierung von Projekten durch eine größere Zahl von Kleinanlegern über das Internet, bis zum Ausbau von Kompetenzfeldern im Bereich Robotik. Auch Tourismusprojekte werden regelmäßig unterstützt und Fördergelder gewonnen.

Negativ haben sich die Gewerbetreibenden bei einer IHK-Umfrage vor allem zum Preis und zur Verfügbarkeit von Gewerbeflächen sowie zur Breitbandversorgung und dem Mangel an Fachkräften im Landkreis geäußert. Punkten konnte das Berchtesgadener Land hingegen bei den weichen Standortfaktoren. Die Freilassinger SPD-Stadt- und Kreisrätin Margitta Popp fühlte sich darin bestätigt, dass auch Fragen wie ein gutes Angebot bei der Kinderbetreuung und guter und bezahlbarer Wohnraum eine Rolle bei der wirtschaftlichen Attraktivität einer Region spielen.

Entscheidende Weichenstellungen erwarteten alle Beteiligten des Gesprächs vom derzeit laufenden Markenbildungsprozess für das Berchtesgadener Land. Roman Niederberger machte die damit verbundenen Erwartungen der SPD deutlich: „Es darf keinesfalls ein Zurück zum ´Jeder für sich´ geben, sondern es braucht echte Fortschritte beim gezielten und gemeinsamen Einsatz der Mittel für Tourismus und Wirtschaftsförderung im Landkreis“. Die sozialdemokratischen Kreisräte sprachen sich in der Diskussion für eine klare und straffe Gliederung der öffentlichen Organisationen in Gewerbe und Tourismus aus. Eine unabhängige Überprüfung, welchen Erfolg die aufgewendeten Mittel erbracht haben, sei sowohl für Wirtschafts- als auch für die Tourismusförderung von großer Bedeutung, war man sich einig.

Tourismus und eine erfolgreiche gewerbliche Wirtschaft seien keine Gegensätze, betonte zum Schluss des Diskussion Hans Metzenleitner. „Wir brauchen in beiden Bereichen eine gute Struktur mit guten Arbeitsplätzen und erfolgreichen Unternehmen, damit wir auch in Zukunft unsere wichtigen Aufgaben beispielsweise im sozialen Bereich solide finanzieren können.“

Kreistagsfraktion 

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