30.09.2018

Fortschritt mit Augenmaß

Bild: Königssee Aigner Gerlach Metzenleitner
SPD-Landtagskandidatin Susanne Aigner informierte sich über Pläne am Königssee
Nicht nur am Königssee schlägt die Diskussion über die zukünftige bauliche Entwicklung und den notwendigen Ausgleich zwischen Tourismus und Naturschutz immer wieder hohe Wellen. Über Erfolge und Grenzen von Ökologie und Bürgerbeteiligung bei großen Projekten hat sich vor kurzem die SPD-Landtagskandidatin Susanne Aigner bei einem Besuch in Schönau am Königssee ausgetauscht mit dem Sprecher der SPD-Kreistagsfraktion Hans Metzenleitner und Klaus Gerlach, der sich bis 2015 als Sprecher einer Bürgerinitiative gegen eine massive Bebauung am See eingesetzt hatte.

Das Engagement vieler Bürgerinnen und Bürger für eine Bebauung mit Augenmaß habe sich auf alle Fälle gelohnt, zog Klaus Gerlach ein positives Resümee beim einem Spaziergang vom alten Bahnhof , vorbei an den Ruinen hinter dem Hotel „Königssee“ zur Seelände. Er bedauert zwar, dass es nie zu einem übergreifenden Gesamtkonzept für die Bebauungsplanungen gekommen war, dass das Gesamtareal unter Einschluss von Parkplatz, Jennerbahn-Talstation und Seelände umfasst. Der Wegfall der 2013 vorgesehenen massiven Gestaltung an der Seelände mit einem Hotel-Querriegel und 3 Wohntürmen und dafür jetzt Pläne zur Schaffung eines Dorfplatzes, der Erhalt wichtiger Sichtachsen - dies alles seien jetzt aber doch wichtige Fortschritte, die es ohne den Einsatz der Bürgerinitiative nicht gegeben hätte. „Es ging ja nie darum, den alten Zustand zu konservieren, sondern um eine Neugestaltung mit Augenmaß und Respekt vor der Einzigartigkeit der Landschaft“, fasste Klaus Gerlach das Anliegen deren Anliegen zusammen.

Selbstverständlich gebe es noch eine ganze Reihe offener Diskussionspunkte, die sich von der Anzahl der Hotelbetten bis zur Sicht auf Naturbesonderheiten erstrecken. Hans Metzenleitner wünschte sich dazu weiterhin einen offenen und konstruktiven Austausch und kam dabei auf das aktuelle Schwerpunktthema der SPD zu sprechen: guter und bezahlbarer Wohnraum: „Am Königssee wird nicht nur Urlaub gemacht und gewohnt, sondern auch gearbeitet“. Deswegen seien anständige Unterkünfte in ausreichender Anzahl für die dort beschäftigten Arbeitnehmer eine wichtige Forderung.

Die Planungen für eine Tiefgarage beurteilten die heimischen Sozialdemokraten durchwegs als positiv. Trotzdem führe aber kein Weg an einem nachhaltigen Verkehrskonzept mit einer starken Rolle der öffentlichen Verkehrsmittel vorbei, zeigte sich Susanne Aigner überzeugt. Die 41-jährige Sozialarbeiterin und Laufener Stadträtin erinnerte an den im gesamten Landkreis schwierigen Interessenausgleich zwischen den Belangen des Natur- und Umweltschutzes, dem gestiegenen Bedarf an Wohnraum und einer guten Entwicklung bei Gewerbe und Tourismus. „Hier können Tiefgaragen und gute Bus -und Bahnverbindungen helfen, Druck aus dem Kessel zu nehmen“, stellte sie dar.

Zum Abschluss des Rundgangs bedankte sich Hans Metzenleitner im Namen der gesamten SPD noch einmal bei Klaus Gerlach für sein nachhaltiges Engagement: „Mit Deinem Einsatz für den Erhalt unserer Heimat stellst Du Dich in die Tradition von Sozialdemokraten wie Martin Rasp, die konstruktiv und mit Leidenschaft für unsere Region gestritten haben“.

Foto: Klaus Gerlach (Mitte) informierte die SPD-Landtagskandidatin Susanne Aigner gemeinsam mit dem Sprecher der SPD-Kreistagsfraktion Hans Metzenleitner über die aktuelle Situation am Königssee


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